Blog » Großraum-Büro - ja oder nein?
ArtText Authorlightning bear Erstellt24.12.2021
In der Ar­beits­welt wer­den Groß­raum-­Bü­ros im­mer mal wie­der von verschie­de­nen Sei­ten vor­gesch­la­gen. Im Fol­gen­den sind die Vor- und Nach­tei­le kurz zu­sam­men­ge­fasst und es wird er­läu­tert wo­rauf man bei der Pla­nung ei­nes Groß­raum-­Bü­ros ach­ten sol­l­te.

­Die­se Vor­tei­le gibt es

­Die Rau­maus­nut­zung ist bes­ser als in an­de­ren Bü­ro­for­men, da Wän­de und der Abstand zu ih­nen kei­nen Platz versch­wen­den. ­Rich­tig geplant ist das Groß­raum­bü­ro die fle­xi­belste Form der Raum­nut­zung, da al­les je nach Be­darf und Si­tua­tion an­geord­net wer­den kan­n. ­ Es kön­nen z.B. pro­jekt­be­zo­gen räum­liche Grup­pen ge­bil­det wer­den. ­ Ein wich­ti­ger Vor­teil ist, dass es grü­ner als an­de­re Bü­ro­for­men sein kan­n, wenn man Pflan­zen auch als Tren­ner ein­setzt. ­Die Hof­f­nung bei der Umstel­lung auf ein Groß­raum­bü­ro ist oft, dass sich das Ge­meinschafts­ge­fühl ver­bes­sert. Das ist wis­senschaft­lich aber nicht er­wie­sen.

­Die­se Nach­tei­le gibt es

­Laut der Har­vard-S­tu­die von Bernstein und Tur­ban von 2018 re­du­ziert sich die münd­liche Kom­mu­ni­ka­tion um 70%. Gleich­zei­tig nim­mt die elektro­nische Kom­mu­ni­ka­tion um 20-50% zu. ­Die län­ge elektro­nisch verschick­ter Nach­rich­ten nim­mt da­bei eben­fal­ls zu. Das be­deu­tet auch, das die Zeit, die mit der Kom­mu­ni­ka­tion verbracht wird ansteigt. ­Die räum­liche Distanz der Mi­tar­bei­ter zuei­nan­der hat­te kei­nen Einfluss auf die In­te­rak­tion der Mi­tar­bei­ter. ­Die Pro­duk­ti­vi­tät nim­mt ab nach­ge­wie­se­ner Ma­ßen ab. Gleich­zei­tig fal­len Mi­tar­bei­ter öf­ter durch Krank­heit aus. ­Dies lei­tet sich zum ei­nen aus den of­fe­nen Räu­men ab, die ei­ne Verbrei­tung von Vi­ren und Bak­te­rien be­günsti­gen. ­Zum an­de­ren erhö­hen Groß­raum­bü­ros den Stres­s­pe­gel der in­di­vi­duel­len Mi­tar­bei­ter, auch weil die­se Bü­ro­form ak­kustisch die lau­teste ist. ­ In Sum­me ist mit 62% mehr Kran­ken­ta­gen zu rech­nen.

­Die­se Punk­te sind für ei­ne ho­he Mi­tar­bei­ter-­Zufrie­den­heit entschei­dend

­ Es müs­sen Rück­zugs­räu­me an­ge­bo­ten wer­den. ­ Es sol­l­te ei­nen Mix aus Ge­meinschafts- und Pri­vatflächen ge­ben. G­roß­raum­bü­ros müs­sen von An­fang an so be­dacht wer­den, da ei­ne nachträgliche Kor­rek­tur auf­wän­dig und teuer ist. Schon in den Entschei­dungspro­zess ­müs­sen die Mi­tar­bei­ter wirk­sam ein­be­zo­gen wer­den. ­Wenn Wän­de weg­fal­len, dann müs­sen Bü­ro­mö­bel und -Ein­rich­tung de­ren Auf­ga­be zum Teil über­neh­men. ­Da­zu zäh­len zum Beis­piel Tren­n­wän­de, Wandsch­rän­ke, Raum­tei­ler und gro­ße Pflan­zen. 15m² pro Per­son sind ak­tuell not­wen­dig und auch Stan­dard. ­Die Kli­ma­ti­sie­rung muss ak­tiv ge­löst wer­den. Ein Groß­raum­bü­ro oh­ne Kli­ma­ti­sie­rung ist im Som­mer für al­le im Zentrum unprak­ti­ka­bel und im Win­ter für al­le an den Fenstern.

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